St. Georg Dessau


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Monatsgedanken

Allgemeines

Dezember 2020

Seht die gute Zeit ist nah, Gott kommt auf die Erde... Zeit


Welche Freude, nach 20 Jahren Stillstand, weisen uns die Uhren an der St. Pauluskirche wieder auf die "gute Zeit" hin. Mit dem 1.Advent, dem Beginn des neuen Kirchenjahres, leuchten die 4 Uhren, aufgereiht wie an einem Adventskranz rund um den hoechsten Kirchturm unserer Stadt: "Seht die gute Zeit ist nah...". Was heisst hier gute Zeit? "Im wahrsten Sinne des Wortes: Ich hab' die Nase voll von Corona-Atemmasken!" So oder aehnlich koennten viele von uns jetzt erwidern. Aber der Liedvers geht weiter: "...Gott kommt auf die Erde". Das feiern wir an Weihnachten: In all unserer Lebenszeit mit allen ihren Sorgen, ist Christus das Zeichen der Zeit. Nirgends in der Bibel wird uns hier auf Erden eine leidfreie Zeit versprochen. Gut ist die Zeit, wenn sie mit Christus gefuellt ist, dann hat Zeit eine Verbindung zur Ewigkeit.

Manchmal kommt uns zu Bewusstsein, wie raetselhaft das ist, dass wir in der Zeit leben: Da ist das Unaufhaltsame der Zeit, das immer weiter geht; Dass ich in der naechsten Stunde aelter bin als in dieser Stunde, dass wir Gewuenschtem und Gefuerchtetem entgegengetrieben werden, ohne ausweichen zu koennen. Da ist das Unwiderrufliche der Zeit, dass etwas, das geschah, sich nicht mehr aendern und ungeschehen machen laesst. Das Unumkehrbare der Zeit, wie gerne wuerden wir oft Spaeteres schon frueher erlebt haben und frueher Erlebtes erst jetzt erleben, das Unwiederholbare der Zeit, gern wuerden wir manch glueckliche Stunde der Vergangenheit wiederholen, und manch unglueckliche Stunde wiederholen um sie zu aendern.

Wir werden getrieben und wie machtlos sind wir dagegen. Wir gleichen am Ende eines Jahres dem Bauern, der nach der Wolke sieht, die im Westen heraufsteigt, und feststellt, dass Unwetter kommen wird. Wir sehen allerlei Sturm und sind beunruhigt, ob wir das Kommende ueberstehen werden. Wir erhoffen uns einiges, und je aelter wir werden, desto weniger erhoffen wir uns, aber fuerchten um so mehr. Mancher ist durch die Ereignisse seines Lebens bitter belehrt worden darueber, dass es gut ist auf goettliche Zeichen zu achten: Durch alle Erfahrungen und Lebenszeit geht einer hindurch: Jesus CHRISTUS ist das Zeichen dieser Zeit. Von IHM hoeren wir: So wie im vergangenen Jahr, so bin ich auch im neuen Jahr hier und komme auf dich zu: "Seht die gute Zeit ist nah / Gott kommt auf die Erde / kommt und ist fuer alle da / kommt, dass Friede werde." Frohe Weihnachten und Coronafreien Rutsch ins neue Jahr.


Ihr Pfarrer Martin K. Guenther



Januar 2021


Ein neuer Koenig ist geboren


In der dunkelsten Zeit des Jahres erscheint ein Stern am Himmel. Er leuchtet so hell, wie es Sterndeuter aus dem Osten noch nicht gesehen haben. Sie folgen ihm. Der Stern fuehrt sie nach Bethlehem, wo sie den neu geborenen Jesus finden. Die Sterndeuter beten ihn an und beschenken ihn reich. Der helle Stern, der in der Finsternis aufgeht, zeigt an: Mit Jesus ist ein neuer Koenig geboren.

Das Licht ist in der Bibel eine Wesensbeschreibung Gottes. Demgegenueber steht die Dunkelheit fuer alles, was von Gott fern ist. Licht steht mit Waerme, Hoffnung und Erkenntnis in Verbindung, es gibt Sicherheit und Orientierung. Erst mit dem Licht ist Leben ueberhaupt moeglich - fuer Menschen, Tiere und Pflanzen. "Ich bin das Licht der Welt", sagt Jesus im Johannes-Evangelium. Sein Licht steht fuer die Hoffnung auf das ewige Leben bei Gott. In ihm hat der Tod seine lebensbedrohende Macht verloren.

"HERR, lass leuchten ueber uns das Licht deines Antlitzes!" Darum bittet der Beter im vierten Psalm. Mit dem Leuchten seines Antlitzes wendet sich Gott jedem einzelnen Menschen persoenlich zu. Fuer Christinnen und Christen ist das ein starker Zuspruch, der sie in ihrem Leben staerkt. Auch am Ende jeden Gottesdienstes erfahren sie ihn in Form des Aaronitischen Segens. "Der HERR segne dich und behuete dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten ueber dir und sei dir gnaedig; der HERR hebe sein Angesicht ueber dich und gebe dir Frieden."

Detlef Schneider


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